- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Industrie 4.0 nimmt Konturen an


Kaum ein Unternehmen wird Industrie 4.0 eigenständig umsetzen können
Um fit für Industrie 4.0 zu werden, sehen 56 Prozent der Befragten den größten Handlungsbedarf in den Bereichen Produktion, Fertigung und Konstruktion

- Anzeigen -





Die jüngste Studie von IDG bestätigt: Industrie 4.0 gewinnt an Bedeutung. Allerdings rechnet der Marktforscher IDG Research Services erst in einigen Jahren mit einem Durchbruch. Die unter Beteiligung von Consol entstandene Multi-Client-Studie "Industrie 4.0" beruht auf der Befragung von 339 IT-Verantwortlichen in der DACH-Region. Gegenwärtig stuft rund ein Drittel von ihnen (36 Prozent) die Relevanz von Industrie 4.0 als "hoch" und "sehr hoch" ein. Nicht überraschend ist, dass vor allem große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern (44 Prozent) sich mit der Thematik befassen.

Das Interesse der Fachbereiche Produktion, Fertigung und Konstruktion an dem Thema ist entgegen aller Erwartungen unterdurchschnittlich, denn nur 2 Prozent der Befragten betrachten die Relevanz von Industrie 4.0 aktuell als "sehr hoch" und nur 20 Prozent als "hoch". Auch bei der Einschätzung der künftigen Bedeutung von Industrie 4.0 liegen diese Fachabteilungen weit unter dem Durchschnitt: Nur 53 Prozent bewerten sie als "wichtig" oder "sehr wichtig", während die Gesamtheit der Befragten den Stellenwert des Themas mit 65 Prozent stärker gewichtet.

Tatsächlich birgt Industrie 4.0 ein gigantisches Potenzial, denn im globalen Wettbewerb reichen klassische Produktionsprozesse nicht mehr aus; für Unternehmen aller Branchen ist es in Zukunft imperativ, Kosten zu senken, die Time-to-Market zu verbessern, die Agilität zu erhöhen, Prozesse zu beschleunigen und Kunden stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Dieser Kraftakt setzt die Integration der IT in die industrielle Produktion voraus, wobei moderne Technologien wie Big Data, IoT und Analytics eine zentrale Rolle spielen.

Die Unternehmen, die Industrie-4.0-Projekte bereits umgesetzt haben (18 Prozent), bestätigen den Erfolg dieser Integration: Ein sehr hoher Anteil von 91 Prozent ist mit den Ergebnissen "sehr zufrieden" (21 Prozent), "zufrieden" (45 Prozent) oder "eher zufrieden" (25 Prozent). Kein einziges der Projekte sei gescheitert, gaben die Befragten an. Und bei 67 Prozent der Unternehmen stellte sich der Nutzen bereits nach drei Monaten ein.

Um fit für Industrie 4.0 zu werden, sehen 56 Prozent der Befragten den größten Handlungsbedarf in den Bereichen Produktion, Fertigung und Konstruktion. Allerdings denken 44 Prozent, dass ihre aktuelle IT-Infrastruktur die Herausforderungen nicht meistern kann, die die Industrie 4.0 an sie stellt. Und ein weiterer Aspekt spielt eine wichtige Rolle bei der Modernisierung der IT: die Verbesserung der Sicherheit. Tatsächlich befürchten 48 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen – zu Recht – Hacker- und DDoS-Angriffe auf ihre Systeme, damit einhergehende Produktionseinbußen oder -ausfälle (30 Prozent), Industriespionage (30 Prozent) und den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit (26 Prozent).

Ein weiteres Hindernis bei der Umsetzung von Industrie-4.0-Projekten ist das fehlende Know-how der eigenen Mitarbeiter: 21 Prozent der Befragten sehen darin die größte organisatorische Herausforderung. Als zweitgrößte Hürde wird die Umstrukturierung der Unternehmensorganisation gesehen (18 Prozent).

Unabhängig von diesen Herausforderungen spielen die IT-Abteilungen im Gros der Unternehmen die federführende Rolle, wenn es um Industrie 4.0 geht. So hat in 73 Prozent der Firmen der IT-Leiter, der CIO oder der IT-Vorstand den Hut bei der Modernisierung der Produktion auf. In Großunternehmen liegt dieser Wert sogar bei 95 Prozent.

Kaum ein Unternehmen wird Industrie 4.0 eigenständig umsetzen können: Die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister liegt nahe. Technisches Know-how steht bei 46 Prozent der Befragten dabei an erster Stelle. Für 40 Prozent spielt Vertrauen in den Partner eine große Rolle, für 36 Prozent ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem legen 32 Prozent großen Wert auf Prozess-Know-how und Branchenkompetenz.

"Von Sicherheitsbedenken und fehlenden Sicherheitsstandards über mangelndes Mitarbeiter-Know-how bis hin zur Notwendigkeit, die Unternehmensorganisation anzupassen, gibt es viele Hürden, um Industrie 4.0 umzusetzen", erklärt Henning von Kielpinski, Leiter Business Development bei Consol Software in München. "Dennoch können es sich Unternehmen angesichts des wachsenden Drucks im globalen Wettbewerb kaum leisten, das Projekt auf die lange Bank zu schieben, denn Kostensenkung und Agilität sind essenziell, um langfristig am Markt zu bestehen. Industrie-4.0-Projekte und moderne Technologien wie IoT, Big Data und Analytics sind dafür die Voraussetzung."

Über die Studie
Die Studie "Industrie 4.0" von IDG Research Services, mit Consol als Studienpartner, wurde im Februar 2017 durchgeführt. Per Online-Umfrage (CAWI) wurden 339 IT-Verantwortliche von Unternehmen jeder Größe in der DACH-Region interviewt: strategische (IT-)Entscheider im C-Level-Bereich und in den Fachbereichen, IT-Entscheider sowie IT-Spezialisten aus dem IT-Bereich. Der Branchenschwerpunkt: Produzierendes Gewerbe.
(Consol Consulting & Solutions Software: ra)

eingetragen: 16.05.17
Home & Newsletterlauf: 22.05.17

Consol: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Studien

  • Aufgaben der Finanzabteilung optimieren

    BlackLine, Anbieterin von Cloud-basierter Software zur Automatisierung von Buchhaltungs- und Finanzabschlussprozessen, befragte im Rahmen einer Studie CFOs, Finanzdirektoren und Wirtschaftsprüfer in Großbritannien, den USA, Frankreich, Deutschland und Australien zur Rolle von Artificial Intelligence im Rechnungswesen. Laut Studie wird Künstliche Intelligenz in den nächsten zehn Jahren verschiedene Finanzaufgaben übernehmen. Das trifft vor allem auf die Automatisierung prozessintensiver und zeitaufwändiger Aufgaben zu.

  • Digitalisierung ist zu selten Chefsache

    Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen geht die Digitalisierung strategisch an, nur eine Minderheit macht das Thema aber zur Chefsache. Zwar geben aktuell drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) an, dass sie eine Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels haben. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil damit allerdings nicht verändert. Zugleich werden nur noch in 42 Prozent der Unternehmen Digitalisierungsprojekte und digitale Innovationen vom Vorstand oder der Geschäftsleitung angestoßen, vor einem Jahr war dies noch in 51 Prozent der Unternehmen der Fall. Überwiegend kommen die Initiativen in 86 Prozent der Unternehmen aus der IT-Abteilung (2016: 78 Prozent).

  • Studie: "SAP Hana Services"

    Anbieter im SAP Hana-Services-Umfeld benötigen mittlerweile mehr als nur Know-how für die Implementierung der Business-Prozesse oder das Vorhalten entsprechender Ressourcen. Sie müssen vielmehr ausgeprägtes Branchen- und Technologiewissen aufweisen, wobei lokale Anbieter von Technologie und Dienstleistungen bevorzugt werden. Mit der dritten Ausgabe des "ISG Provider Lens Germany - SAP Hana Services" liefert die ISG Information Services Group auf ein Neues konkrete Unterstützung für CIOs und IT-Manager bei Evaluierung und Auswahl der geeigneten Provider.

  • Schutz von BYOD-Umgebungen

    Bitglass hat in ihrem Bericht "BYOD und Identität" die Ergebnisse einer Umfrage unter 200 IT-Sicherheitsexperten veröffentlicht. Dabei stellte sich heraus, dass ein Viertel der befragten Unternehmen für den Schutz von BYOD-Umgebungen immer noch lediglich auf Single-Factor-Authentifizierungsverfahren (SFA) vertraut. Der Bericht gibt zudem Einblick in die Prioritäten bei der Cloud-Sicherheit: So zählen die externe Freigabe (45 Prozent), der Zugriff von nicht-verwalteten Mobilgeräten sowie der Schutz vor Malware (40 Prozent) zu den Hauptsicherheitsanliegen der IT-Experten in Unternehmen. Um Abhilfe zu schaffen, setzen die Unternehmen auf neue Sicherheitslösungen. Drei Viertel der befragten Anbieter nutzen bereits Verschlüsselungstechnologien und lokale Firewalls, um ihre Daten zu schützen; eine wachsende Anzahl beginnt, sichere Web-Gateways und Cloud Access Security Broker (CASB) zu implementieren.

  • Einbruch beim traditionellen Sourcing

    Das Vertragsvolumen von As-a-Service-Sourcing in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) hat im dritten Jahresquartal den höchsten jemals gemessenen Wert erreicht. Doch insgesamt fiel das Quartal schwach aus, da zugleich das traditionelle Sourcing einbrach. Dies zeigen die Ergebnisse des neuen EMEA ISG Index. Er wird von Information Services Group (ISG) (NASDAQ: III) herausgegeben, einem führenden Marktforschungs- und Beratungshaus im Informationstechnologie-Segment. Der EMEA ISG Index erfasst Outsourcing-Abschlüsse der Privatwirtschaft mit einem jährlichen Vertragsvolumen (Annual Contract Value, ACV) von mindestens vier Millionen Euro. Die neue Ausgabe der Studie zeigt, dass As-a-Service weiter zulegt - und zwar um satte 48 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahrs auf nun eine Milliarde Euro. Getrieben wird die Entwicklung von jenen Unternehmen, die mithilfe von Cloud- und digitalisierten Lösungen ihre betriebliche Effizienz verbessern und neue Wachstumsfelder erschließen wollen.

  • Cloud first dominiert die IT-Strategien

    Veritas Technologies, ein Unternehmen für Datenmanagement in der Multi-Cloud, hat die Ergebnisse einer globalen Studie zur Cloud-Nutzung veröffentlicht: Die Mehrheit der befragten Unternehmen verfolgt eine Cloud-First-Strategie, wenn sie neue Anwendungen aufsetzen oder Workloads bearbeiten wollen. Nur ein Prozent der Firmen wird die Cloud in den kommenden zwei Jahren nicht einsetzen. In Deutschland sehen sogar alle befragten Unternehmen ihre Zukunft in der Cloud. Allerdings zeigt die Studie auch, dass es schwerwiegende Missverständnisse darüber gibt, wer für das Datenmanagement verantwortlich ist: Nicht weniger als 69 Prozent der Interviewten sind der Meinung, Datensicherung, Datenschutz und Compliance müsse allein durch den Cloud Service Provider sichergestellt werden.

  • Anforderungen der Cloud zu erfüllen

    Riverbed Technology veröffentlicht die Ergebnisse der "Riverbed Future of Networking Global Survey 2017". Die Erhebung gibt Einblicke, wie Legacy-Infrastruktur und Netzwerke der nächsten Generation sich auf die Einführung von Cloud-Technologien sowie die Digitale Transformation auswirken. Die weltweite Umfrage wurde unter 1000 IT-Entscheidern aus neun Ländern durchgeführt. Einigkeit besteht besonders bei der Frage nach Legacy-Infrastrukturen: 97 Prozent der Befragten geben an, dass veraltete Infrastruktur ihre Cloud- und Digitalstrategien behindert. Zugleich sind 91 Prozent der Befragten der Meinung, dass sie nur mit einem Netzwerk der nächsten Generation das Potenzial ihrer Cloud-Strategie voll ausschöpfen können.

  • Hybride Cloud bereitet hybride Probleme

    Neun von zehn IT-Sicherheitsverantwortliche in Deutschland sorgen sich um die Sicherheit in der Public Cloud. Dennoch setzen fast 15 Prozent keine Sicherheitslösungen für sensible Daten ein, die außerhalb der Infrastruktur des Unternehmens gespeichert sind. Dies ergibt eine neue Umfrage, mit der das Cybersecurity-Unternehmen Bitdefender die Herausforderungen von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern bei Migrationen in die Cloud beleuchtet. Ebenfalls spannend: Obwohl die Hälfte der Befragten angibt, dass eine Migration in die Cloud die Angriffsfläche deutlich vergrößert, verschlüsselt nur jeder neunte Befragte die Daten, die bereits migriert sind. Die meisten deutschen Unternehmen - vier von zehn - sichern laut Umfrage 31 bis 60 Prozent der in der Public Cloud gespeicherten Daten ab. Ein weiterer besorgniserregender Punkt ist, dass 11 Prozent keine Daten verschlüsseln, die vom eigenen Rechenzentrum in ein externes übertragen werden.

  • Digitalisierung wälzt Branche um

    Die Automobilbranche in Deutschland steht unter Zugzwang. Neben den Megathemen Diesel-Gate, Elektromobilität und autonomes Fahren gilt es, eine Reihe weiterer strategischer Herausforderungen zu bewältigen. Als das bestimmende Thema erweist sich dabei die Digitalisierung bzw. die digitale Transformation. Sie beschäftigt die Unternehmen auf allen Ebenen ihrer Wertschöpfungskette. Das Kundenerlebnis während des Fahrzeugkaufs und vor allem danach zu verbessern und die Interaktionsmöglichkeiten mit den Kunden auszubauen, gehören hier zu den wesentlichen umzusetzenden Anforderungen - verdeutlicht doch das Erfolgsbeispiel Tesla die Gefahr der Disruption für die traditionellen Hersteller.

  • Cloud-Kommunikation liefert eine Experience

    Eine neue Studie belegt, dass Unternehmen, die auf Cloud-Kommunikation setzen, von signifikanten Vorteilen profitieren. Die Studie wurde von Vonage, Anbieterin von Cloud-Kommunikationslösungen für Unternehmen, gesponsert und vom renommierten IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) durchgeführt. Laut Studie erzielen Unternehmen, die parallel UCaaS-Lösungen (Unified-Communications-as-a-Service) zur besseren internen Zusammenarbeit und eine CPaaS-Plattform (Communications-Platform-as-a-Service) für nachhaltige Kundenbeziehungen einsetzen, höhere Gewinne, eine bessere Kundenzufriedenheit und eine schnellere Marktreife ihrer Produkte.