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Lieferkettentransparenz & Anforderungen


EU-Lieferkettengesetz: 59 Prozent der Mittelständler in Deutschland rechnen mit negativen Auswirkungen auf ihr Unternehmen
Umfrage: Rund ein Drittel (33 Prozent) befürchtet steigenden Personal- und Reporting-Aufwand bei geringeren Investitionen - 33 Prozent sieht die Position Deutschlands im internationalen Wettbewerb in Gefahr - 24 Prozent erwägen ihre Produktion ins Ausland zu verlagern


Nach wochenlangen Debatten hat sich die Mehrheit der EU-Staaten für ein gemeinsames, europäisches Lieferkettengesetz ausgesprochen. Die nun noch fehlende Zustimmung des Europäischen Parlaments gilt als sicher. Jedoch geht laut einer aktuellen Umfrage des ERP+ Experten proAlpha mehr als die Hälfte (59 Prozent) der mittelständischen Unternehmen in Deutschland davon aus, dass dieses neue Gesetz starke Auswirkungen auf ihre Organisation sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben wird. Obwohl das EU-Lieferkettengesetz zunächst zwar lediglich für Unternehmen ab 1.000 Beschäftigte gelten soll, sind indirekt ebenso kleinere und mittelgroße Unternehmen betroffen, da auch sie Teil der im Gesetz definierten und regulierten Lieferkette sind. Somit werden auch sie sich den neuen Anforderungen an die Lieferkettentransparenz stellen müssen.

Mehrbelastung, Investitionsrückgang und Innovationshemmnisse befürchtet
31 Prozent der Umfrageteilnehmenden äußerten Sorge, dass ihre Wachstums- und Expansionsbestrebungen gebremst werden, während ein Drittel (33 Prozent) befürchtet, dass Deutschland seine führende Position im internationalen Wettbewerb einbüßen könnte. Weitere 33 Prozent rechnen mit einem hohen Reporting-Aufwand für ihr Unternehmen. Für 32 Prozent der Befragten macht das neue Gesetz zudem die Einstellung weiterer Mitarbeiter erforderlich, und genauso viele (32 Prozent) gehen von einer Zurückstellung ihrer geplanten Investitionen aus.

Mehr als ein Viertel (28 Prozent) gab darüber hinaus an, angesichts des anstehenden Lieferkettengesetzes erst einmal entsprechendes Knowledge und Know-how aufbauen oder einkaufen zu müssen. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der befragten KMU sieht im EU-Lieferkettengesetz eine Innovationsbremse für ihre Branche. Ebenso viele (24 Prozent) erwägen deshalb sogar, ihre Produktion gegebenenfalls ins Ausland zu verlagern.

"Sowohl das deutsche als auch das nun kommende EU-Lieferkettengesetz betrifft nicht nur die großen Unternehmen. Auch kleinere, mittelständische Unternehmen müssen sich darauf einstellen, den von den Gesetzen direkt betroffenen Partnerunternehmen lieferkettenbezogene Informationen zur Verfügung stellen zu müssen", so Asina Leist, CEO der DIG GmbH, einem Unternehmen der proAlpha Gruppe. "Lösungen für E-Procurement und strategisches Lieferantenmanagement erhöhen die Transparenz in die eigene Lieferkette. Zusammen mit dem eigenen ERP-System können dort die relevanten Informationen zu den Lieferketten bereitgestellt werden." (proAlpha Gruppe: ra)

Die Studie
proAlpha hat in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Arlington Research im Februar und März 2024 eine Online-Umfrage unter mittelständischen Unternehmen (25 bis 500 Mitarbeitende) in Deutschland zu den Auswirkungen und Einschätzungen sie betreffender aktueller und künftiger gesetzlicher Regulatorik durchgeführt. Dabei wurden Entscheidungsträger auf mindestens Direktorlevel mit direkter Verantwortung für die Umsetzung, Einhaltung und Berichterstattung, beispielsweise für den Datenschutz, das ESG-Reporting oder das aktuelle deutsche und das kommende EU-Lieferkettengesetz, befragt. (proAlpha Gruppe: ra)

eingetragen: 03.04.24
Newsletterlauf: 28.05.24

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